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Sechskantschrauben Ratgeber: Normen, Klassen & Anwendung

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Sechskantschrauben richtig auswählen: DIN 931, DIN 933, Festigkeitsklassen und Anwendungen

Sechskantschrauben gehören zu den meistverwendeten Schraubenarten in Industrie, Handwerk und Bau – und gleichzeitig zu den vielfältigsten. Hinter dem vertrauten sechseckigen Kopf verbergen sich Dutzende Normen, Gewindearten, Festigkeitsklassen und Materialvarianten. Wer die richtige Schraube für ein Projekt auswählt, muss Antworten auf mehrere Fragen finden: Voll- oder Teilgewinde? 8.8 oder 10.9? Verzinkt oder Edelstahl? Regel- oder Feingewinde?

Dieser Ratgeber führt strukturiert durch alle Entscheidungsebenen, erklärt die wichtigsten DIN-Normen und liefert konkrete Auswahlempfehlungen für typische Anwendungen.

Was ist eine Sechskantschraube?

Eine Sechskantschraube ist eine Schraube mit sechseckigem Außenkopf, der ihren Namen gibt. Dieser Kopf, auch Außensechskant oder kurz „Sechskant" genannt, ermöglicht eine sehr hohe Kraftübertragung beim Anziehen und macht die Schraube extrem vielseitig: Sie wird für robuste Verbindungen in Metall und Holz eingesetzt und ist in praktisch allen technischen Branchen verbreitet.

Der sechseckige Kopf erlaubt das Ansetzen eines Schraubenschlüssels in 60°-Schritten. Das ist ein entscheidender Vorteil bei engen Platzverhältnissen: Selbst wenn der Platz für eine volle Umdrehung des Schlüssels nicht ausreicht, kann die Schraube schrittweise angezogen werden.

Vorteile des Außensechskant-Antriebs

Im Vergleich zu Schrauben mit Innenantrieben (etwa Innensechskant oder Torx) bietet der Außensechskant gleich mehrere praktische Vorteile:

  • Hohe Kraftübertragung: Mit Ring- oder Steckschlüsseln lassen sich sehr hohe Anzugsmomente erreichen.
  • Robust gegen Verschmutzung: Der Kopf ist außen liegend und damit unempfindlich gegenüber Schmutz, Vereisung oder Lackresten. Ein klarer Vorteil auf Baustellen und im Außenbereich.
  • Seitliche Zugänglichkeit: Der Kopf kann seitlich erreicht werden, was die Montage an engen Stellen erleichtert.

Welche Arten von Sechskantschrauben gibt es?

Sechskantschrauben sind in zahlreichen Varianten genormt. Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale sind die Gewindeart (Voll- oder Teilgewinde, Regel- oder Feingewinde) und der Kopfaufbau (mit oder ohne Flansch).

Historisch waren die deutschen DIN-Normen führend; DIN 931 (Teilgewinde) und DIN 933 (Vollgewinde) wurden international durch die ISO-Normen ISO 4014 (Teilgewinde) und ISO 4017 (Vollgewinde) ersetzt, die heute als globaler Standard gelten. In der Praxis werden die Bezeichnungen oft synonym verwendet. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserer Podcast-Folge zum Unterschied zwischen DIN- und ISO-Schrauben.

DIN 931 – Teilgewinde

Die DIN 931 ist eine Sechskantschraube mit glattem Schaft und einem Teilgewinde am unteren Ende. Sie ist die richtige Wahl, wenn zwei Bauteile spaltfrei und kraftvoll miteinander verbunden werden sollen. Das Gewinde greift dabei nur im unteren Bauteil, während der glatte Schaft im oberen Bauteil frei drehen kann. Dadurch werden die Teile beim Anziehen wirkungsvoll aufeinandergezogen.

Typische Anwendungen für DIN 931 Sechskantschrauben sind Holz- und Stahlbau bei größeren Klemmlängen, tragende Konstruktionen und Verbindungen mit Querbelastung.

DIN 933 – Vollgewinde

Die DIN 933 ist die meistverkaufte Sechskantschraube. Das Gewinde reicht bis zum Kopf und ist ideal für dünne Bauteile, kurze Klemmlängen und Verbindungen, bei denen die Klemmtiefe flexibel bleiben soll. Sie wird im allgemeinen Maschinen- und Stahlbau, in Anlagen und überall dort eingesetzt, wo eine variable Einschraubtiefe gefragt ist.

DIN 6921 – Flanschschrauben

Eine DIN 6921 ist eine Sechskantschraube mit fest integrierter Scheibe (Flansch) unter dem Kopf. Der Flansch vergrößert die Auflagefläche und verteilt den Anpressdruck, wodurch das Bauteil geschont wird und auf eine separate Unterlegscheibe verzichtet werden kann.

Viele Flanschschrauben sind zusätzlich mit einer Sperrverzahnung auf der Flansch-Unterseite ausgeführt. Diese Zähne graben sich beim Festziehen in die Bauteiloberfläche ein und wirken als mechanische Sicherung gegen das Losdrehen durch Vibrationen. Klassische Einsatzgebiete sind der Fahrzeug-, Karosserie- und Anlagenbau.

DIN 571 – Holzschrauben (Schlüsselschrauben)

Die DIN 571 ist auch als Schlüsselschraube bekannt und ist eine Sechskantschraube mit Grobgewinde für direkte Verbindungen im Holzbau. Sie wird ohne Mutter direkt ins Holz gedreht und eignet sich für Carports, Pergolen, Dachstühle, Holzbalken und vergleichbare tragende Holzkonstruktionen.

Vollgewinde oder Teilgewinde?

Die Wahl zwischen Voll- und Teilgewinde ist eine der wichtigsten Entscheidungen bei Sechskantschrauben. Sie hängt davon ab, wie die Verbindung belastet wird und wie die Bauteile aufeinandergezogen werden sollen.

Funktionsunterschied

  • Vollgewinde (DIN 933): Das Gewinde reicht bis zum Kopf. Die Kraft wird über die gesamte Schraubenlänge in den Werkstoff eingeleitet – ideal für dünne Bauteile, kurze Klemmlängen und justierbare Verbindungen.
  • Teilgewinde (DIN 931): Der gewindelose Schaft liegt im oberen Bauteil, das Gewinde greift nur im unteren. So werden zwei Bauteile spaltfrei und mit hoher Vorspannung zusammengezogen.

Scherfestigkeit

Ein wichtiger, oft übersehener Aspekt der Teilgewindeschraube: Der gewindelose Schaft besitzt eine höhere Scherfestigkeit als der Gewindebereich. Wenn die Belastung nicht in Schraubenrichtung (Zug), sondern quer dazu wirkt (Scherbeanspruchung), sollte die Verbindung so konstruiert werden, dass die Kraft vom glatten Schaft aufgenommen wird – nicht vom Gewinde. Das gilt besonders bei dynamisch belasteten Verbindungen im Stahl- und Fahrzeugbau.

Typische Anwendungsfälle für Sechskantschrauben

Situation Empfehlung
Zwei Holzteile spaltfrei verbinden Teilgewinde (DIN 931)
Dünnes Blech an Profilrahmen Vollgewinde (DIN 933)
Stahlbau mit Querbelastung Teilgewinde (DIN 931)
Justierbare Verbindung, variable Klemmtiefe Vollgewinde (DIN 933)
Bauteile mit unterschiedlicher Materialhärte Teilgewinde (DIN 931)
Maschinenmontage, Gehäuseschrauben Vollgewinde (DIN 933)

Unsere Faustregel als Entscheidungshilfe:

Teilgewinde verbindet, Vollgewinde fixiert.

Wenn die Aufgabe lautet, zwei Bauteile spaltfrei aneinanderzuziehen, ist Teilgewinde fast immer die richtige Wahl. Geht es dagegen darum, ein Bauteil in einer bestimmten Position zu fixieren oder Klemmtiefen flexibel zu halten, ist Vollgewinde sinnvoller.

Sechskantschrauben-Festigkeitsklassen erklärt

Sechskantschrauben aus Stahl tragen auf dem Kopf eine Kennzeichnung wie 8.8, 10.9 oder 12.9. Diese Zahlen geben die Festigkeitsklasse an und sind entscheidend, sobald die Verbindung statisch oder dynamisch belastet wird.

Was die Zahlen bedeuten: Bei einer 8.8-Schraube gibt die erste Zahl die Mindestzugfestigkeit in N/mm² × 100 an, also 800 N/mm². Die zweite Zahl gibt das Verhältnis der Streckgrenze zur Zugfestigkeit in 10-%-Schritten an, also 80 %. Daraus folgt: Eine 8.8-Schraube hat eine Streckgrenze von 640 N/mm².

Falls Sie sich weiter zu den Festigkeitsklassen informieren möchten, empfehlen wir unsere Podcast-Folge zum Thema Festigkeitsklassen.

Klasse 8.8

Die universelle Standardfestigkeit für den allgemeinen Maschinen- und Stahlbau. Klasse 8.8 bietet eine ausgewogene Balance aus Festigkeit und Zähigkeit und reicht für die überwiegende Mehrheit der nicht sicherheitskritischen Verbindungen aus. Sie ist in nahezu allen Abmessungen, Materialien und Oberflächen verfügbar.

Klasse 10.9

Hochfeste Schrauben für stärker beanspruchte Verbindungen. Klasse 10.9 weist eine Zugfestigkeit von 1.000 N/mm² und eine Streckgrenze von 900 N/mm² auf. Sie wird vor allem im Fahrzeugbau (Fahrwerk, Antriebsstrang), im Kranbau und in tragenden Stahlkonstruktionen eingesetzt, in denen höhere Klemmkräfte gefordert sind.

Klasse 12.9

Klasse 12.9 bezeichnet sehr hochfeste Schrauben mit einer Zugfestigkeit von 1.200 N/mm² und einer Streckgrenze von 1.080 N/mm². Sie kommt in Anwendungen mit hohen Klemmkraftanforderungen zum Einsatz – etwa im Motorenbau oder in sicherheitsrelevanten Sonderkonstruktionen. Aufgrund der hohen Festigkeit ist die Werkstoffzähigkeit geringer, daher ist eine präzise Montage mit Drehmomentschlüssel obligatorisch.

Edelstahl-Schrauben tragen eine andere Kennzeichnung

Edelstahl-Sechskantschrauben werden nicht in den Klassen 8.8/10.9/12.9 angegeben, sondern mit Kennungen wie A2-70 oder A4-80. Dabei steht der Buchstabe für den Werkstoff (A2 = nichtrostender austenitischer Stahl, A4 = säurebeständige Variante), die Zahl für die Mindestzugfestigkeit in N/mm² × 10. A2-70 entspricht also 700 N/mm² Zugfestigkeit.

Verzinkt oder Edelstahl?

Die Materialwahl bei Sechskantschrauben entscheidet über Lebensdauer und Korrosionsbeständigkeit der Verbindung. Vier Varianten sind in der Praxis dominierend.

Galvanisch verzinkt

Bei der galvanischen Verzinkung wird auf den Stahl eine dünne Zinkschicht (typischerweise 5–25 µm) elektrochemisch aufgebracht. Sie bietet einen leichten Korrosionsschutz und ist wirtschaftlich. Geeignet für Innenbereiche und trockene Umgebungen, weniger geeignet für dauerhaft feuchte oder aggressive Bedingungen.

Feuerverzinkt

Bei der Feuerverzinkung wird die Schraube in eine Zinkschmelze getaucht. Die entstehende Zinkschicht ist mit 40–80 µm deutlich dicker und robuster als bei der galvanischen Verzinkung. Sie ist die gängige Wahl für den Stahlbau im Freien und bietet einen langlebigen Korrosionsschutz zu einem Preis, der meist deutlich unter dem von Edelstahl liegt.

Edelstahl A2 (1.4301)

Edelstahl A2 (Werkstoffnummer 1.4301, oft V2A genannt) ist rostfrei und der Standard für den Außenbereich, Feuchträume und Sanitärinstallationen. Geeignet für die meisten Anwendungen ohne aggressive Medien.

Edelstahl A4 (1.4401)

Edelstahl A4 (1.4401, V4A) ist säure- und seewasserbeständig. Pflicht bei Salzwasser-, Chlor- oder Säurebelastung – etwa in Küstennähe, Schwimmbädern oder chemischen Anlagen. Ein Überblick über alle Edelstahl-Sechskantschrauben im Frantos-Sortiment hilft bei der Auswahl der passenden Werkstoffvariante.

Hinweis zur Kontaktkorrosion: Werden Aluminium und Stahl verschraubt, sollten unbedingt Edelstahlschrauben verwendet werden. Verzinkte Schrauben in Verbindung mit Aluminium und Feuchtigkeit bieten keinen ausreichenden Schutz vor galvanischer Korrosion. Welche Schutzverfahren in welcher Umgebung tragen und wie sich Beschichtungen unterscheiden, vertieft unser Ratgeber Korrosionsschutz für Schrauben.

Feingewinde oder Regelgewinde?

Neben dem Standard-Regelgewinde gibt es Sechskantschrauben auch mit Feingewinde (z. B. nach DIN 960 für Teilgewinde, DIN 961 für Vollgewinde). Der Hauptunterschied liegt in der Gewindesteigung: Feingewinde hat eine geringere Steigung und damit kleinere Gewindegänge.

Vorteile des Feingewindes:

  • Höhere Selbsthemmung gegen Vibrationen durch geringere Steigung
  • Präzise Justierung möglich – pro Umdrehung wird weniger Vorschub erreicht
  • Höhere Belastbarkeit der Verbindung bei gleichem Außendurchmesser durch größeren Spannungsquerschnitt

Typische Einsatzgebiete: Maschinen- und Fahrzeugbau, wo Verbindungen dynamischen Belastungen ausgesetzt sind oder eine feinfühlige Einstellung gefordert ist – etwa im Motorenbau, an Lenksystemen oder bei Werkzeugmaschinen.

Wichtig: Eine Feingewindeschraube benötigt zwingend eine passende Gegenmutter mit demselben Feingewinde. Sie ist nicht mit Standard-Muttern kompatibel. Außerdem ist das feine Gewinde anfälliger für Verschmutzung und Beschädigung, weshalb eine saubere Arbeitsumgebung und sorgfältige Handhabung wichtig sind.

Welches Werkzeug benötigt man für Sechskantschrauben?

Sechskantschrauben werden mit klassischen Schraubenschlüsseln angezogen. Die Wahl des Werkzeugs richtet sich nach der Schlüsselweite (SW) der Schraube und nach der Zugänglichkeit.

Werkzeugtypen im Überblick

  • Ringschlüssel: Umschließt den Kopf komplett und bietet die beste Kraftübertragung. Erste Wahl bei hohen Anzugsmomenten.
  • Steckschlüssel / Nuss: Wie der Ringschlüssel umschließt die Nuss den Kopf vollständig, lässt sich aber mit Ratschen kombinieren. Ideal für serielles Anziehen.
  • Maulschlüssel: Greift den Kopf an zwei gegenüberliegenden Flächen. Sinnvoll bei seitlicher Zugänglichkeit, aber höhere Rutschgefahr bei hohen Drehmomenten.
  • Drehmomentschlüssel: Für alle sicherheitsrelevanten und definierten Verbindungen. Stellt sicher, dass die Vorspannkraft im konstruktiv vorgegebenen Bereich liegt.

Gängige Schlüsselweiten

Gewinde Schlüsselweite (SW)
M5 8 mm
M6 10 mm
M8 13 mm
M10 17 mm (alt: 16)
M12 19 mm (alt: 18)
M14 22 mm
M16 24 mm
M20 30 mm
M24 36 mm

Hinweis: Bei älteren Schrauben können abweichende Schlüsselweiten auftreten (z. B. SW 16 statt 17 für M10). Bei sicherheitskritischen Verbindungen ist immer die exakte SW-Angabe auf der Schraube zu prüfen.

Praxis-Tipp

Ein abgenutzter oder unpassender Schlüssel beschädigt die Kanten des Schraubenkopfes. Dadurch kann ein späteres Lösen oder Nachziehen unmöglich werden. Hochwertige Werkzeuge sind bei häufiger Nutzung lohnenswert. Für definierte Verbindungen und tragende Konstruktionen ist ein kalibrierter Drehmomentschlüssel unverzichtbar.

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen DIN 931 und DIN 933?

DIN 931 ist eine Sechskantschraube mit Teilgewinde und glattem Schaft, DIN 933 hat ein Vollgewinde bis zum Kopf. DIN 931 wird für spaltfreie Verbindungen größerer Klemmlängen verwendet, DIN 933 für dünne Bauteile, kurze Klemmlängen oder justierbare Verbindungen.

Welche Festigkeitsklasse brauche ich?

Für allgemeine Verbindungen ist die Klasse 8.8 der weit verbreitete Standard. Klasse 10.9 kommt bei stark beanspruchten Verbindungen zum Einsatz (Fahrzeug-, Kranbau), Klasse 12.9 bei Anwendungen mit hohen Klemmkraftanforderungen wie im Motorenbau. Für tragende Verbindungen sollte stets die vom Konstrukteur vorgegebene Klasse verwendet werden.

Wann sollte ich Feingewinde verwenden?

Feingewinde lohnt sich bei dynamisch belasteten Verbindungen mit Vibrationen, bei präziser Justierung (z. B. im Maschinen- oder Werkzeugbau) und wenn bei gleichem Außendurchmesser eine höhere Belastbarkeit erforderlich ist. Voraussetzung ist eine passende Gegenmutter im selben Feingewinde.

Welche Sechskantschraube rostet nicht?

Sechskantschrauben aus Edelstahl A2 und A4 sind rostsicher und die richtige Wahl, wenn Korrosion vermieden werden soll. A2 deckt die meisten Außenanwendungen wie Garten, Fassade und Sanitär ab; A4 ist Pflicht bei Salzwasser-, Chlor- oder Säurebelastung. Verzinkte Schrauben bieten keinen dauerhaften Rostschutz im Freien.

Wie löse ich eine festsitzende Sechskantschraube?

Bei festsitzenden Sechskantschrauben hilft meist ein längerer Hebel am Schraubenschlüssel oder ein Knebel mit Verlängerung. Bei Korrosion sollte Kriechöl einige Minuten einwirken. Das Werkzeug sollte immer exakt und gerade angesetzt werden, um den Kopf nicht zu beschädigen. Bei hartnäckigen Fällen kann ein vorsichtiges Erwärmen des umgebenden Materials (etwa der Mutter) die Verbindung lockern, da sich das Material ausdehnt.

Was bedeutet die Bezeichnung M8x20?

M8x20 bezeichnet eine Sechskantschraube mit metrischem ISO-Regelgewinde, 8 mm Gewindedurchmesser und einer Länge von 20 mm (gemessen ohne Kopf, von unterhalb der Auflagefläche bis zur Spitze). Bei Senk- und Linsensenkschrauben würde die Länge inklusive Kopf gemessen.

Fazit

Die richtige Sechskantschraube ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Gewindeart (Voll- oder Teilgewinde), Festigkeitsklasse, Material und Gewinde-Typ (Regel- oder Feingewinde). Für die meisten Standardanwendungen sind DIN 933 oder DIN 931 in Klasse 8.8 und verzinkter oder Edelstahl-A2-Ausführung eine solide Wahl. Bei dynamischen Belastungen, anspruchsvoller Umgebung oder sicherheitsrelevanten Verbindungen lohnt es sich, die einzelnen Auswahlebenen gezielt durchzugehen.

Einen Überblick über das vollständige Sortiment in allen Normen, Materialien und Festigkeitsklassen finden Sie in unserer Kategorie Sechskantschrauben.

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Vincenzo Iannetta