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Fliesenbohrer
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Fliesenbohrer: Präzise Löcher in harte Materialien
Das Bohren in Fliesen ist eine Aufgabe, die Präzision und das richtige Werkzeug erfordert. Ein ungeeigneter Bohrer kann wertvolle Fliesen schnell beschädigen. Als Ihr Experte für professionelle Bohrtechnik erklären wir Ihnen hier, wie Sie mit dem passenden Fliesenbohrer mühelos und sicher perfekte Löcher bohren und worauf Sie beim Fliesenbohrer kaufen achten sollten.
Welche Bohrer nimmt man für Fliesen?
Für weichere Wandfliesen sind spezielle Hartmetall-Fliesenbohrer mit einer scharf geschliffenen, speerförmigen Spitze ideal. Für härtere Bodenfliesen oder Feinsteinzeug ist ein diamantbesetzter Bohrer für Fliesen die professionelle Wahl. Dieser ist langlebig und schleift sich durch das robuste Material, anstatt es zu zerspanen. So verhindert er Ausbrüche beim Bohren von Fliesen.
Das technische Prinzip dahinter: Ein Hartmetallbohrer schabt und schneidet das Material, was bei weichen bis mittelharten Fliesen gut funktioniert. Ein Diamantbohrer hingegen arbeitet durch Abrasion – er schleift mit seinen unzähligen harten Diamantkörnern das Material ab. Nur dieses Schleifprinzip ist effektiv genug, um extrem harte Oberflächen wie Feinsteinzeug zu durchdringen.
Wie bohrt man am besten in eine Fliese?
Für ein sauberes Bohrloch in einer Fliese sind vier Schritte entscheidend: Schalten Sie die Schlagbohrfunktion Ihrer Bohrmaschine aus, wie sie etwa für einen Hammerbohrer in Beton nötig wäre, wählen Sie eine niedrige Drehzahl, üben Sie nur leichten und gleichmäßigen Druck aus und sorgen Sie für Kühlung. Besonders bei harten Fliesen ist die Kühlung mit Wasser oder Bohremulsion unerlässlich. Sicherheits-Hinweis: Bei Nasskühlung ausschließlich mit Akkumaschinen arbeiten oder Spritzwasser von Lüftung/Elektrik fernhalten; Schutzbrille, Gehörschutz, Staubmaske (Feinstaub/Quarz) tragen.
Profi-Anleitung in 5 Schritten:
- Vorbereiten: Bohrpunkt exakt markieren und nicht schlagen/ankörnen; stattdessen Kreppband, Anreißen mit Glas-/Diamantstift oder Zentrier-/Bohrhilfe verwenden.
- Maschine einstellen: Schlagstopp aktivieren (AUS!) und die niedrigste Drehzahlstufe wählen.
- Anbohren: Den Bohrer präzise ansetzen. Diamant-Hohlbohrer leicht schräg ansetzen, eine Kerbe fräsen und dann langsam aufrichten.
- Bohren: Mit konstantem, geringem Druck bohren und dabei permanent für Kühlung sorgen.
- Durchbruch: Den Druck kurz vor dem Durchstoßen der Fliese nochmals reduzieren, um Abplatzungen auf der Rückseite zu minimieren. Danach mit einem für den Untergrund passenden Bohrer (z. B. Stein-/Betonbohrer, ggf. mit Schlag) weiterbohren; Schlag erst NACH dem Durchtritt der Fliese zuschalten.
Welcher Bohrer eignet sich am besten für Fliesen?
Der am besten geeignete Bohrer für Fliesen richtet sich immer nach der Härte des Materials. Für klassische Keramikfliesen (Ritzhärte 3-4) ist ein Hartmetallbohrer eine ausgezeichnete Wahl. Bei sehr hartem Feinsteinzeug (Ritzhärte 8) führt für ein sauberes Ergebnis kein Weg an einem hochwertigen Diamant-Fliesenbohrer vorbei.
Die sogenannte Ritzhärte nach Mohs ist hier der entscheidende Indikator. Weiche Wandfliesen haben oft nur eine Härte von 3-4. Feinsteinzeug erreicht Werte von 8 und ist damit härter als Stahl. HSS-/Standard-Steinbohrer stumpfen auf Hartkeramik/Feinsteinzeug schnell ab – Diamant ist erforderlich.
Kann ich Fliesen ohne Fliesenbohrer bohren?
Davon ist dringend abzuraten. Ein herkömmlicher Stein- oder Metallbohrer würde auf der glatten Fliesenoberfläche abrutschen und die Glasur zerkratzen. Die enorme Hitzeentwicklung und der falsche Schneidwinkel führen fast immer dazu, dass die Fliese springt. Die Investition in einen echten Fliesenbohrer ist für ein sauberes Ergebnis unerlässlich.
Betrachten Sie es als Kosten-Nutzen-Rechnung: Die Kosten für die Neuanschaffung und den Austausch einer einzigen, großformatigen Feinsteinzeugfliese übersteigen den Preis für einen professionellen Bohrer um ein Vielfaches. Ein guter Fliesenbohrer ist also eine günstige Versicherung gegen teuren Bauschaden an Fliesen, Marmor oder Porzellan.
Wie kann ich Fliesen bohren, ohne dass sie platzen?
Um Risse zu vermeiden, kleben Sie die Bohrstelle mit Kreppband ab. Dies verhindert das Abrutschen des Bohrers. Beginnen Sie mit sehr geringer Drehzahl und ohne Druck, bis der Bohrer eine kleine Kerbe gebildet hat. Eine konstante Kühlung während des Bohrvorgangs reduziert die thermische Spannung und ist der wichtigste Faktor gegen das Platzen.
Praktische Kühlmethoden:
- Nasser Schwamm: Ein Helfer hält einen triefenden Schwamm direkt an das Bohrloch für eine effiziente Wasserkühlung.
- Sprühflasche: Regelmäßig und gezielt Wasser auf den Bohrkopf und in die Bohrung sprühen.
- Wasserdamm aus Knete: Für Bodenfliesen einen kleinen Ring aus Dichtungsmasse oder Knete um die Bohrstelle formen und diesen mit Wasser füllen.
- Professionelle Bohrhilfen: Für Serienbohrungen gibt es Zentrierhilfen mit integriertem Wasseranschluss.
Soll man bei Fliesen vorbohren?
In der Regel nicht nötig; Ausnahmen bestehen bei großen Durchmessern oder sehr glatter Glasur (Pilotkerbe/Pilotschaft). Ein guter Fliesenbohrer hat eine Zentrierspitze oder wird schräg angesetzt, um eine Anfangskerbe zu schaffen. Das Bohren mit einem kleineren Bohrer würde bei Standard-Anwendungen nur unnötig Hitze erzeugen und die Bohrstelle zusätzlich belasten.
Die professionelle Alternative zum freihändigen Ansetzen von Hohlbohrern ist eine Anbohr- oder Zentrierhilfe. Diese wird meist mit einem Saugfuß auf der Fliese fixiert und führt den Bohrer exakt an der gewünschten Position. Das Ergebnis ist eine punktgenaue Bohrung ohne jegliches Verrutschen. Besonders für Laien und ungeübte Anwender sind diese Zentrierhilfen unbedingt empfehlenswert – sie sind ein echter Gamechanger, der die häufigsten Fehlerquellen eliminiert und professionelle Ergebnisse garantiert.
Welche Drehzahl sollte ein Fliesenbohrer haben?
Die Drehzahl sollte immer niedrig sein. Als Faustregel gilt: Je härter die Fliese und je größer der Durchmesser des Bohrers, desto geringer die Drehzahl. Herstellerangaben haben Vorrang; bei Trocken-Diamant ggf. kurze Abkühlpausen und eine pendelnde Bewegung einplanen. Eine zu hohe Drehzahl überhitzt die Schneide des Fliesenbohrers und macht ihn unbrauchbar.
Konkrete Praxiswerte als Orientierung:
- 6 mm Bohrer in weicher Keramik: ca. 600–800 U/min
- 8 mm Bohrer in harter Keramik: ca. 400–600 U/min
- 8 mm Bohrer in Feinsteinzeug: ca. 300–400 U/min
Der Grund für die niedrige Drehzahl liegt in der Materialbearbeitung. Es geht nicht um schnelles Zerspanen, sondern um kontrolliertes, wärmearmes Schleifen. Zu viel Geschwindigkeit erzeugt Reibungshitze, die nicht nur den Bohrer beschädigt (Diamanten können aus der Bindung gelöst werden), sondern auch Hitzespannungen in der Fliese erzeugt, die zu Rissen führen.
Darf ich in einer Mietwohnung in die Fugen bohren?
Das Bohren in Fugen ist oft die bessere Alternative, da sich eine Fuge beim Auszug leichter und unauffälliger wieder verschließen lässt als ein Loch in einer Fliese. Dennoch sollten Sie vorab immer einen Blick in Ihren Mietvertrag werfen oder das Einverständnis Ihres Vermieters einholen, um Konflikte zu vermeiden.
Praxis-Tipp: Denken Sie daran, dass hinter der Fuge eine Wand ist. Nachdem Sie die Fuge durchbohrt haben, benötigen Sie einen für das dahinterliegende Mauerwerk passenden Bohrer (z.B. einen Steinbohrer). Wählen Sie den Dübel passend zum Mauerwerk, nicht zur Fugenbreite. Hier eignen sich Universaldübel wie der Fischer Duopower, der in fast jedem Untergrund sicheren Halt findet.
Welcher Fliesenbohrer ist der beste?
Der beste Bohrer ist der, der perfekt zu Ihrer Aufgabe passt. Für gelegentliche Arbeiten in Bad und Küche ist ein hochwertiges Fliesenbohrer-Set mit den gängigsten Durchmessern eine sehr gute Investition. Für anspruchsvolle Serienbohrungen in harten Materialien ist ein spezialisierter Diamantbohrer die leistungsstärkste Wahl.
Ein Fliesenbohrer-Set bietet nicht nur einen Preisvorteil gegenüber dem Einzelkauf. Es stellt auch sicher, dass Sie für verschiedene Dübelgrößen (z.B. 6 mm für einen Handtuchhalter, 8 mm für einen Spiegelschrank) oder kleinere Rohrdurchführungen immer den passenden Durchmesser zur Hand haben.
Kann ich mit einem normalen Bohrer durch Fliesen Bohren?
Nein, ein normaler Bohrer für Holz, Metall oder selbst ein Standard-Steinbohrer ist für Fliesen ungeeignet. Die Schneiden würden auf der extrem harten Glasur sofort abstumpfen, enorme Hitze entwickeln und die Fliese mit hoher Wahrscheinlichkeit zerspringen lassen. Sie benötigen zwingend einen speziellen Bohrer für Fliesen.
Stellen Sie es sich bildlich vor: Der Versuch, mit einem Stahlbohrer eine Feinsteinzeugfliese, Glas, Keramik oder Granit zu bohren, ist wie der Versuch, mit einem Buttermesser eine Glasscheibe zu schneiden. Die Materialhärten passen nicht zusammen. Sie benötigen ein Werkzeug, dessen Schneide härter ist als das zu bearbeitende Material – und das ist bei Fliesen nur ein Hartmetall- oder Diamantbohrer.
Wo kann ich ein Fliesenbohrer oder Fliesenbohrer-Set online kaufen?
Wenn Sie professionelle Fliesenbohrer kaufen möchten, sind Sie hier im Online-Shop von FRANTOS genau richtig. Wir bieten Ihnen eine breite Auswahl an hochwertigen Hartmetall- und Fliesenbohrern sowie praktische Fliesenbohrer-Sets für jedes Projekt. Verlassen Sie sich auf geprüfte Qualität für saubere und sichere Ergebnisse.
Der Kauf im Fachhandel bietet Ihnen entscheidende Vorteile: Zu jedem Bohrer für Fliesen finden Sie bei uns detaillierte technische Daten und Zubehör, damit Sie exakt das richtige Werkzeug für Ihr Material finden. Profitieren Sie von unserer schnellen Lieferung direkt zu Ihnen nach Hause, in Ihre Werkstatt oder auf die Baustelle und stellen Sie sicher, dass Ihr Projekt nicht an mangelhaftem Werkzeug scheitert.