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Muttern günstig kaufen

Wir haben ein großes Sortiment passender Muttern für jeden Zweck

Was ist die Mutter bei einer Schraube?

Die Mutter ist das Gegenstück zu einer Schraube oder Gewindestange. Sie besitzt ein Innengewinde, das exakt zum Außengewinde der Schraube passt. Diese klassische Mutter Schraube Verbindung ermöglicht das kraftvolle Zusammenziehen und sichere Fixieren von Bauteilen und ist die Basis vieler Konstruktionen.

Durch das Anziehen der Mutter wird die Schraube gelängt und unter Spannung gesetzt. Diese gespeicherte Energie, die sogenannte Vorspannkraft, wirkt wie eine starke Feder, die die Bauteile dauerhaft zusammenpresst. Dieser Effekt ist entscheidend für die Stabilität und Langlebigkeit der gesamten Verbindung.

Was für Arten von Muttern gibt es?

Es gibt unzählige Arten von Muttern für verschiedene Zwecke. Am bekanntesten sind Sechskantmuttern. Darüber hinaus gibt es spezielle Formen wie Flügelmuttern für werkzeugloses Anziehen, selbstsichernde Stoppmuttern, Sicherungsmuttern, Ringmuttern, Vierkantmuttern oder dekorative Hutmuttern, die das Gewinde schützen.

Für eine bessere Übersicht lassen sich Muttern nach ihrer Funktion einteilen:

  • Standardmuttern: Die Sechskantmutter (z.B. nach DIN 934 / ISO 4032) ist die am weitesten verbreitete Form für allgemeine Anwendungen.
  • Sicherungsmuttern: Diese verhindern ein selbstständiges Lösen durch Vibration. Beispiele sind Stoppmuttern mit Kunststoffring (z.B. DIN 985) oder Ganzmetall-Sicherungsmuttern.
  • Spezialmuttern: Hierzu zählen Hutmuttern zum Schutz des Gewindes, Flügelmuttern zur Handmontage, Ringmuttern als Anschlagpunkt oder Einschlagmuttern für Holzkonstruktionen.
  • Verbindungsmuttern: Auch als Lang- oder Distanzmuttern bekannt, werden sie zur Verlängerung von Gewindestangen eingesetzt.

Wie benutzt man Muttern?

Muttern werden auf das Gewinde einer passenden Schraube oder Gewindestange aufgesetzt. Mit einem geeigneten Werkzeug, wie einem Schraubenschlüssel, wird die Mutter gedreht. Durch das Drehen zieht die Mutter Schraube Verbindung die Bauteile fest zusammen und erzeugt eine sichere Klemmkraft.

Ein Profi-Tipp für eine hochwertige Verbindung: Drehen Sie die Mutter die ersten Umdrehungen immer von Hand auf das Gewinde. So stellen Sie sicher, dass sie nicht verkantet und das Gewinde beschädigt wird. Achten Sie zudem auf saubere und fettfreie Gewindeflanken, um die Reibung zu kontrollieren und das korrekte Anzugsdrehmoment zu erreichen.

Wie herum schraubt man Muttern?

Die meisten Muttern haben ein Standard-Rechtsgewinde. Das bedeutet, sie werden im Uhrzeigersinn („rechtsherum“) festgezogen und gegen den Uhrzeigersinn gelöst. Es gibt aber auch spezielle Muttern mit Linksgewinde für besondere Anwendungen, die dann genau umgekehrt angezogen werden.

Linksgewinde kommen immer dann zum Einsatz, wenn die Drehrichtung einer Welle oder eines Bauteils die Mutter von selbst lösen würde. Klassische Beispiele sind das linke Pedal eines Fahrrads, die Befestigung mancher Schleifscheiben oder die Spannfutter an bestimmten Industriemaschinen.

Warum heißen Schrauben-Muttern Muttern?

Der Name leitet sich von der bildlichen Vorstellung ab, dass die Mutter als umschließendes, aufnehmendes Teil die Schraube „empfängt“. In der Technik bezeichnet „Mutter“ oft das weibliche Gegenstück eines Bauteils. Diese Mutter-Schraube-Beziehung ist ein klassisches mechanisches Prinzip.

Diese „männlich/weiblich“ Terminologie ist in der Technik weit verbreitet und findet sich nicht nur bei Schrauben und Muttern. Auch bei Steckverbindern in der Elektronik, bei Rohrverschraubungen in der Hydraulik oder bei Kupplungen im Maschinenbau spricht man von Mutter- und Vater-Elementen, um die Funktion der Verbindung klar zu beschreiben.

Wie heißt das Werkzeug für Muttern?

Das gängigste Werkzeug für eine Sechskantmutter ist der Schraubenschlüssel, entweder als Maul-, Ring- oder Steckschlüssel (Nuss). Für andere Typen wie Flügelmuttern benötigt man kein Werkzeug. Die Wahl des Werkzeugs hängt immer von der Form und Größe der jeweiligen Mutter ab.

Für eine professionelle Montage ist ein Ring- oder Steckschlüssel dem Maulschlüssel vorzuziehen. Er umschließt die Mutter vollständig, verteilt die Kraft auf alle sechs Kanten und verhindert so ein Abrutschen und Beschädigen („Runddrehen“) der Kanten. Für präzise Verschraubungen, besonders im Maschinen- und Fahrzeugbau, ist ein Drehmomentschlüssel unerlässlich.

Wie kann man selbstsichernde Muttern lösen?

Selbstsichernde Muttern (Stoppmuttern) lassen sich mit einem passenden Schraubenschlüssel lösen. Man benötigt jedoch ein höheres und durchgehendes Drehmoment, um den Widerstand des Sicherungselements, meist ein Kunststoffring, zu überwinden. Nach mehrmaligem Gebrauch kann die Sicherungswirkung dieser Muttern nachlassen.

Aus Sicherheitsgründen wird dringend empfohlen, selbstsichernde Muttern mit Kunststoffring (Nyloc-Muttern) nach jeder Demontage zu ersetzen. Der Kunststoffring wird beim ersten Anziehen dauerhaft verformt und bietet bei einer erneuten Montage nicht mehr die volle, spezifizierte Sicherungswirkung. Besonders bei sicherheitsrelevanten Bauteilen ist der Austausch Pflicht.

Wie wird die Größe bei Muttern angegeben?

Die Größe von Muttern wird üblicherweise mit dem Nenndurchmesser des Gewindes angegeben. Eine Mutter M8 passt also auf eine Schraube mit 8 mm Außendurchmesser. Die Schlüsselweite, also die Größe des benötigten Werkzeugs, ist ein davon abweichendes, größeres Maß.

Hier eine Übersicht der gängigsten metrischen Mutterngrößen und ihrer zugehörigen Standard-Schlüsselweiten (SW) nach ISO:

  • Mutter M6: Schlüsselweite 10 mm
  • Mutter M8: Schlüsselweite 13 mm
  • Mutter M10: Schlüsselweite 17 mm (in älteren Normen auch 16 mm)
  • Mutter M12: Schlüsselweite 19 mm (in älteren Normen auch 18 mm)
  • Mutter M16: Schlüsselweite 24 mm

Worauf muss ich bei der Festigkeitsklasse von Muttern achten?

Die Festigkeitsklasse der Mutter muss mindestens der Festigkeitsklasse der Schraube entsprechen. Nur so ist sichergestellt, dass die Mutter-Schraube-Verbindung beim Einsatz die vorgesehene Last aushält, ohne dass das Gewinde der Mutter versagt. Eine zu weiche Mutter kann unter Last abgestreift werden.

Die Festigkeitsklasse einer Mutter wird durch eine einzelne Zahl (z.B. 8) angegeben. Diese Zahl, multipliziert mit 100, gibt die Nenn-Zugfestigkeit der Schraube an, mit der die Mutter kombiniert werden kann. Eine Mutter der Klasse 8 ist also für Schrauben bis zur Festigkeitsklasse 8.8 geeignet. Eine Klasse-10-Mutter für Schrauben bis 10.9.

Welches Material für Muttern ist das richtige?

Das Material Ihrer Muttern hängt vom Einsatzort ab. Für den Außenbereich ist Edelstahl (A2 oder A4) wegen seiner Korrosionsbeständigkeit ideal. In Innenräumen reicht oft verzinkter Stahl. Für leichte Konstruktionen oder elektrische Isolation eignen sich Muttern aus Kunststoff (Polyamid).

Innerhalb des Edelstahls ist eine weitere Unterscheidung wichtig: Edelstahl A2 (V2A) ist der Standard für die meisten Außenanwendungen. Edelstahl A4 (V4A) ist zusätzlich gegen Säuren und Salzwasser beständig und daher für den Einsatz in Küstennähe, in Schwimmbädern oder in der chemischen Industrie zwingend erforderlich.

Was ist der Unterschied zwischen Normal- und Feingewinde?

Der Unterschied liegt in der Gewindesteigung. Muttern mit Feingewinde haben bei gleichem Durchmesser mehr Gewindegänge als solche mit Normalgewinde. Das sorgt für eine höhere Selbsthemmung gegen Vibration und erlaubt präzisere Einstellungen, erfordert aber auch eine exakt passende Schraube.

Während das Regel- oder Normalgewinde der Standard für die meisten Verbindungen ist, kommt das Feingewinde bei Stellschrauben, in der Messtechnik oder bei hochbelasteten Verbindungen im Fahrzeugbau (z.B. Radmuttern) zum Einsatz. Aufgrund der geringeren Steigung ist die Gefahr des selbstständigen Lösens hier deutlich reduziert.

Brauche ich immer eine Unterlegscheibe zu einer Mutter?

Eine Unterlegscheibe ist nicht immer zwingend, aber oft sehr empfehlenswert. Sie vergrößert die Auflagefläche der Mutter und verteilt den Druck gleichmäßiger auf das Bauteil. Das schont die Oberfläche vor Beschädigungen beim Anziehen und kann bei weichen Materialien ein „Eingraben“ verhindern.

Besonders wichtig ist eine Scheibe bei Langlöchern oder zu großen Bohrungen, um eine sichere Auflage für die Mutter zu gewährleisten. Zudem reduziert eine gehärtete Unterlegscheibe die Reibung zwischen der sich drehenden Mutter und dem stillstehenden Bauteil, was zu einer genaueren und reproduzierbareren Vorspannkraft führt.