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DIN 6885 Passfeder
Passfeder, Edelstahl A4 3x3 bis 16x10
| DIN 6885 A Passfeder A4 3x3x20 | |
| DIN 6885 A Passfeder A4 4x4x22 | |
| DIN 6885 A Passfeder A4 5x5x16 | |
| DIN 6885 A Passfeder A4 6x6x25 | |
| DIN 6885 A Passfeder A4 8x5x40 | |
| DIN 6885 A Passfeder A4 8x7x28 | |
| DIN 6885 A Passfeder A4 10x8x50 | |
| DIN 6885 A Passfeder A4 12x8x28 | |
| DIN 6885 A Passfeder A4 14x9x32 | |
| ... | |
Passfeder, Stahl C 45 + C 2x2 bis 45x25
| DIN 6885 A Passfeder Stahl 2x2x10 | |
| DIN 6885 A Passfeder Stahl 3x3x14 | |
| DIN 6885 A Passfeder Stahl 4x4x10 | |
| DIN 6885 A Passfeder Stahl 5x5x10 | |
| DIN 6885 A Passfeder Stahl 6x6x36 | |
| DIN 6885 A Passfeder Stahl 8x7x63 | |
| DIN 6885 A Passfeder Stahl 10x8x20 | |
| DIN 6885 A Passfeder Stahl 12x8x50 | |
| DIN 6885 A Passfeder Stahl 14x9x50 | |
| ... | |
Passfeder: Die präzise Verbindung für Wellen und Naben
Die Passfeder ist ein fundamentales Maschinenelement zur formschlüssigen Übertragung von Drehmomenten zwischen einer Welle und einer Nabe, wie z.B. einem Zahnrad oder einer Riemenscheibe. Sie ist eine bewährte, einfache und zuverlässige Lösung im gesamten Maschinen- und Anlagenbau. Bei uns im Sortiment finden Sie die passende Passfeder für Ihr Projekt, von der Standardausführung bis zu speziellen Normteilen.
Welche Arten von Passfedern gibt es?
Man unterscheidet eine Passfeder hauptsächlich nach ihrer Endenform. Die gängigste Variante ist die Passfeder Form A mit zwei runden Stirnseiten, die sich einfach in eine mit einem Scheibenfräser hergestellte Nut einsetzen lässt. Daneben gibt es die Form B mit zwei geraden Enden und die Form C mit einem runden und einem geraden Ende.
Die gängigsten Formen im Überblick:
- Form A (rundstirnig): Die universellste und am häufigsten verwendete Form. Die runden Enden passen perfekt in eine Nut, die mit einem Scheibenfräser gefräst wurde, einem spezialisierten Werkzeug, das sich von einem universelleren Fräsbohrer unterscheidet.
- Form B (geradstirnig): Wird verwendet, wenn die Nut bis zum Ende einer Welle durchläuft.
- Form C: Kombiniert beide Vorteile und wird für Wellenenden verwendet, die eine runde Passfedernut haben.
- Form E (DIN 6885-1): Wie Form A, aber mit einer zusätzlichen Halteschraube in der Mitte zur axialen Fixierung, oft ausgeführt als Senkkopfschraube.
Was kostet eine Passfeder?
Eine Passfeder ist ein genormtes und in großen Mengen produziertes Bauteil und daher in der Regel sehr kostengünstig. Die meisten Standard-Passfedern kosten nur wenige Cent pro Stück. Edelstahlvarianten sind geringfügig teurer, bieten jedoch einen wichtigen Korrosionsschutz.
Bedenken Sie die Folgekosten eines Versagens: Eine minderwertige oder falsch dimensionierte Passfeder kann zu schweren Schäden an Welle, Nabe oder dem gesamten Antriebsstrang führen. Die Investition in eine hochwertige, passgenaue Feder ist daher eine günstige Versicherung zur Gewährleistung der Betriebssicherheit Ihrer Maschine.
Wann Passfeder, wann Keilwelle?
Eine Passfeder ist die ideale und wirtschaftliche Lösung für die Übertragung von mittleren, stoßfreien Drehmomenten. Eine Keilwelle, bei der viele Nuten direkt in die Welle integriert sind, wird bei sehr hohen oder stoßartigen Drehmomenten eingesetzt, oder wenn die Nabe axial verschiebbar sein muss.
Vergleich der Systeme:
| Merkmal | Passfederverbindung | Keilwellenverbindung |
|---|---|---|
| Drehmoment | Mittel | Sehr hoch |
| Herstellung | Einfach (Nut fräsen) | Aufwendig (Welle & Nabe verzahnen) |
| Kosten | Gering | Hoch |
| Anwendung | Standard-Maschinenbau | Getriebe, Werkzeugmaschinen, Antriebe |
Was ist eine DIN 6885 Passfeder?
Die DIN 6885 ist die wichtigste deutsche Norm für Passfedern. Sie definiert die Abmessungen, Toleranzen, Werkstoffe und Formen. Eine Passfeder DIN 6885 Form A ist die hohe, gebräuchlichste Ausführung mit zwei runden Stirnseiten. Sie ist der Standard im allgemeinen Maschinenbau.
Die Norm unterscheidet zwischen der ""hohen Form"" (DIN 6885) und der ""niedrigen Form"" (definiert in Passfeder DIN 6884). Die niedrigere Bauform wird bei Anwendungen mit geringer Nabendicke eingesetzt, bei denen eine tiefe Nut die Nabe zu stark schwächen würde.
Welches Material für eine Passfeder?
Standardmäßig wird für eine Passfeder ein hochfester Stahl mit einer Mindestzugfestigkeit von 600 N/mm² verwendet (z.B. C45k, ""k"" für kaltgezogen). Für Anwendungen, die Korrosionsbeständigkeit erfordern, wie in der Lebensmittel- oder Chemietechnik, werden Passfedern aus Edelstahl (meist A4) eingesetzt.
Die Bezeichnung C45k ist ein Qualitätsmerkmal. Der Stahl wird im Kaltziehverfahren hergestellt, was zu einer erhöhten Maßgenauigkeit und Oberflächengüte sowie zu einer höheren Festigkeit führt. Diese Eigenschaften sind für die präzise und zuverlässige Funktion einer Passfeder unerlässlich.
Was ist der Unterschied zwischen einer Passfeder und einer Keilverbindung?
Eine Passfeder sitzt spielfrei in den Nuten und überträgt das Drehmoment rein formschlüssig über ihre Flanken. Ein Keil hingegen hat eine leichte Steigung und wird mit Kraft eingetrieben. Er erzeugt eine kraftschlüssige Pressverbindung, die nicht nur Drehmoment überträgt, sondern Welle und Nabe auch axial fixiert.
In der Praxis bedeutet das: Eine Passfederverbindung lässt sich leicht montieren und demontieren und zentriert die Nabe exakt auf der Welle. Eine Keilverbindung erfordert hohe Ein- und Austreibkräfte, kann zu einem leichten Unrundlauf führen und wird heute im Maschinenbau seltener verwendet.
Wie lang sollte eine Passfeder sein?
Die Länge einer Passfeder wird vom Konstrukteur berechnet und hängt vom zu übertragenden Drehmoment und den Werkstoffen von Welle und Nabe ab. Sie muss lang genug sein, um die zulässige Flächenpressung an den Flanken nicht zu überschreiten. Eine Faustregel besagt, die Länge sollte das 1,5-fache des Wellendurchmessers nicht überschreiten.
Das Versagen einer Passfederverbindung geschieht selten durch Abscheren der Feder selbst, sondern meist durch das Ausbrechen oder Deformieren der Nutenwände in der (oft weicheren) Nabe oder Welle. Eine längere Passfeder vergrößert die Kontaktfläche und reduziert diese Flächenpressung, was die Verbindung haltbarer macht.
Gut zu wissen: Nach DIN 6892 erfolgt die genaue Berechnung der Passfederlänge auf Basis von Drehmoment, zulässiger Flächenpressung und Werkstoffkennwerten. Damit wird sichergestellt, dass die Verbindung optimal dimensioniert ist.
Sind Passfedern formschlüssig?
Ja, absolut. Die formschlüssige Verbindung ist das wesentliche Funktionsmerkmal einer Passfeder. Sie überträgt die Kraft durch ihre Form (ihre Flanken liegen an den Flanken der Nuten an), nicht durch Reibung oder Klemmung. Dies ermöglicht eine demontierbare, aber verdrehsichere Verbindung.
Im Maschinenbau unterscheidet man drei Verbindungsarten: kraftschlüssig (z.B. Pressverband), stoffschlüssig (z.B. Schweißen) und formschlüssig. Die Passfederverbindung ist das klassische Beispiel für eine formschlüssige Welle-Nabe-Verbindung, die einfach herzustellen und zu berechnen ist.
Wie wird eine Passfeder eingebaut?
Die Passfeder wird in die Nut der Welle eingesetzt, wo sie oft mit leichtem Übermaß sitzt (leichter Hammerschlag). Anschließend wird die Nabe (z.B. ein Zahnrad) mit ihrer innenliegenden Nut passgenau über die Welle und die Feder geschoben, sodass die Nuten von Welle und Nabe durch die Feder verbunden werden.
Profi-Anleitung zur Montage:
- Reinigen: Welle, Nut und Nabe gründlich von Schmutz und Spänen befreien.
- Einölen: Die Bauteile leicht einölen, um die Montage zu erleichtern und Passungsrost zu verhindern.
- Passfeder einsetzen: Die Feder mit einem Kunststoffhammer leicht in die Wellennut eintreiben, bis sie fest sitzt.
- Nabe aufschieben: Die Nabe vorsichtig und gerade auf die Welle schieben. Niemals verkanten!
- Axial sichern: Die Nabe mit einer Stellschraube, einem Sicherungsring oder einer Endscheibe, oft in Kombination mit Unterlegscheiben, in ihrer Position auf der Welle sichern.
Welche Toleranz hat eine Passfeder?
Eine Passfeder ist ein hochpräzises Bauteil. Vor allem ihre Breite ist mit einer sehr engen Toleranz (z.B. h9) gefertigt, um einen festen, aber nicht zu strammen Sitz in der Nut zu gewährleisten. Auch die Höhe ist eng toleriert. Diese Präzision ist entscheidend, um eine spielfreie Drehmomentübertragung zu sichern.
Die Toleranzangabe ""h9"" bedeutet, dass die Breite der Passfeder immer dem Nennmaß entspricht oder geringfügig kleiner ist. Die Nut in der Welle wird hingegen oft mit einem leichten Untermaß (z.B. Toleranz P9) gefertigt. Dadurch entsteht ein leichter Presssitz, der die Feder sicher in der Welle hält.
Welche Alternativen gibt es zur Passfederverbindung?
Neben der bereits erwähnten Keilwelle für hohe Drehmomente gibt es Pressverbände, bei denen die Nabe auf die Welle aufgeschrumpft wird, oder reibschlüssige Spannsätze. Für viele Standardanwendungen ist die Verbindung mittels einer Passfeder DIN 6885 Form A jedoch die einfachste und wirtschaftlichste Lösung.
Alternative Welle-Nabe-Verbindungen:
| Verbindungstyp | Vorteil gegenüber Passfeder | Nachteil |
|---|---|---|
| Keilwelle | Höheres Drehmoment, axial verschiebbar | Teuer in der Herstellung |
| Pressverband | Sehr hohe Drehmomente, gut für hohe Drehzahlen | Permanent, schwer zu lösen |
| Spannsatz | Hohes Drehmoment, einstellbar, keine Nut | Teurer, benötigt mehr Bauraum |
| Polygonprofil | Höchstes Drehmoment, selbstzentrierend | Sehr teuer in der Herstellung |
Wo kann ich Passfedern kaufen?
Für die formschlüssige Kraftübertragung im Maschinen- und Anlagenbau sind präzise Passfedern unerlässlich. Bei FRANTOS können Sie Passfedern nach DIN 6885 Form A in Stahl oder Edelstahl bestellen, die sich durch absolute Maßhaltigkeit und zertifizierte Materialeigenschaften auszeichnen – verfügbar als Einzelstück für Reparaturen oder in großen Mengen für Ihre Serienproduktion.
Im Bereich der Maschinenelemente, zu denen auch Bolzen und Stifte gehören, gibt es keinen Spielraum für Kompromisse. Wir garantieren Ihnen absolute Normtreue und engste Toleranzen. So stellen Sie sicher, dass Ihre Welle-Nabe-Verbindung exakt die berechnete Leistung und Zuverlässigkeit in der Praxis erreicht.